Jeder Einsatz, jeder Nachweis, jede AÜG-Frist - bevor der Entleiher fragt.
Je Leiharbeitnehmer laufen mehrere Fristen gleichzeitig: Equal Pay nach neun Monaten, die Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten je Entleiher, der Aufenthaltstitel, die Unterweisung beim Kunden und die Nachweise, die der Entleiher verlangt. ExpiryEdge führt einen Datensatz je Einsatz und je Nachweis, erinnert die zuständige Disposition und holt erneuerte Unterlagen per Link beim Mitarbeiter ein.
Zuletzt aktualisiert · ExpiryEdge-Redaktion
Für Disposition, Niederlassungsleitung und Compliance in der Zeitarbeit
Ein Datensatz je Einsatz und je Mitarbeiternachweis
Erinnerungen vor Monat 9 und vor Monat 18
Mitarbeiter laden Nachweise per Handy hoch, ohne Konto
Export je Entleiher mit Fristen und Dokumenten
Kurz erklärt
Personaldienstleister überwachen AÜG-Fristen, indem sie je Leiharbeitnehmer und Entleiher den Einsatzbeginn samt anrechenbarer Vor-Einsätze erfassen und daraus die Termine für Equal Pay (nach neun Monaten, mit Branchenzuschlag spätestens nach 15) und das Ende der Überlassungshöchstdauer (18 Monate) festhalten. ExpiryEdge erinnert die Disposition 90, 60, 30 und 7 Tage vorher, überwacht Aufenthaltstitel und Qualifikationsnachweise und belegt jeden Schritt mit Zeitstempel.
Wo es in der Zeitarbeit hakt
Vor-Einsätze werden vergessen
Ein früherer Einsatz beim selben Entleiher - auch über einen anderen Verleiher - zählt voll mit, wenn die Pause höchstens drei Monate betrug. Die Excel-Liste kennt nur den aktuellen Einsatz.
Monat 18 kommt überraschend
Wird die Höchstüberlassungsdauer überschritten, gilt ein Arbeitsverhältnis mit dem Entleiher als zustande gekommen - und es droht ein Bußgeld bis 30.000 €.
Aufenthaltstitel läuft ab
Die Kopie wurde bei Einstellung abgelegt, das Ablaufdatum nicht überwacht. Lässt der Entleiher ohne gültigen Titel arbeiten, drohen bis zu 500.000 €.
Nachweise per WhatsApp-Foto
Staplerschein, Belehrung nach IfSG oder Vorsorgebescheinigung kommen als unscharfe Fotos im Chat und landen nie in der Personalakte.
Wer unterweist, wer dokumentiert?
Die Unterweisung vor Arbeitsbeginn ist Pflicht des Entleihers, die Vorsorge betrifft Verleiher und Entleiher. Ohne Nachweis am Datensatz bleibt offen, ob sie stattgefunden hat.
Die eigene Erlaubnis
Die befristete AÜ-Erlaubnis muss spätestens drei Monate vor Ablauf verlängert werden. Auf das Erinnerungsschreiben der BA allein sollte sich niemand verlassen.
Fristen, die ein Personaldienstleister im Blick haben muss
Die Regeln, aus denen in der Arbeitnehmerüberlassung wiederkehrende oder einsatzbezogene Termine entstehen. ExpiryEdge entscheidet nicht, wie sie im Einzelfall anzuwenden sind, sondern sorgt dafür, dass die von Ihnen erfassten Termine rechtzeitig bearbeitet werden.
| Pflicht | Frist | Grundlage | Was zu erfassen ist |
|---|---|---|---|
| Überlassungshöchstdauer | 18 aufeinanderfolgende Monate je Leiharbeitnehmer und Entleiher; Vor-Einsätze zählen bei Unterbrechung ≤ 3 Monate | § 1 Abs. 1b AÜG; FW AÜG 1.5 (Beispiel: Beginn 03.04.2026, Ende 02.10.2027) | Einsatzbeginn, Vor-Einsätze, Unterbrechungen |
| Equal Pay | Tarifliche Abweichung nur in den ersten 9 Monaten; mit Branchenzuschlag gleichwertiges Entgelt spätestens nach 15 Monaten | § 8 Abs. 4 AÜG | Stichtag Monat 9 bzw. Zuschlagsstufen |
| Kennzeichnung und Konkretisierung | vor Überlassung bzw. vor Einsatzbeginn; Vertrag in Textform | § 1 Abs. 1 S. 5-6, § 12 Abs. 1 AÜG | Vertrag, benannte Person, Datum |
| AÜ-Erlaubnis (befristet) | Verlängerungsantrag spätestens 3 Monate vor Ablauf des Jahres; unbefristete Erlaubnis nach 3 Jahren möglich ("kann") | § 2 Abs. 4-5 AÜG | Ablaufdatum, Antragsdatum, Verantwortliche |
| Aufenthaltstitel | Kopie für die Dauer der Beschäftigung; bei vorzeitigem Ende Mitteilung binnen 4 Wochen (bei beschäftigungsbezogenem Titel) | § 4a Abs. 5 AufenthG | Ablaufdatum, Nebenbestimmungen, Kopie |
| Unterweisung beim Entleiher | vor Arbeitsaufnahme, bei Wechsel des Arbeitsbereichs, mind. jährlich | § 11 Abs. 6 AÜG; DGUV Vorschrift 1 § 4 | Datum, Inhalt, Nachweis des Entleihers |
| Arbeitsmedizinische Vorsorge | vor Aufnahme der Tätigkeit, dann regelmäßig (2. Termin meist ≤ 12 Monate, danach max. 36 Monate) | ArbMedVV §§ 4-5, AMR 2.1 | Vorsorgeart, Termin, Bescheinigung |
| Belehrung Lebensmittelbereich | Bescheinigung bei erstmaliger Tätigkeit nicht älter als 3 Monate; Belehrung durch den Arbeitgeber alle 2 Jahre | § 43 IfSG | Bescheinigung, letzte Belehrung |
So sieht ein Einsatz-Datensatz in ExpiryEdge aus
Die Disposition erfasst Einsatzbeginn, Entleiher und Tätigkeit. Daraus laufen die Erinnerungen - vor dem Equal-Pay-Stichtag, vor dem Ende der Höchstüberlassungsdauer und vor Ablauf des Aufenthaltstitels.

Von verstreuten Listen zu einem Datensatz je Einsatz
Ein Datensatz je Überlassung mit eigenen Terminen
Legen Sie zu Einsatzbeginn einen Datensatz an: Leiharbeitnehmer, Entleiher, Tätigkeit, Niederlassung und verantwortliche Disposition. Erfassen Sie anrechenbare Vor-Einsätze und tragen Sie die Stichtage ein, die Sie daraus ermittelt haben - Equal Pay, Branchenzuschlagsstufen, Ende der Höchstüberlassungsdauer. Für jeden Stichtag setzen Sie Erinnerungen mit ausreichend Vorlauf.
Leiharbeitnehmer, Entleiher und Verantwortliche an einem Datensatz
Stichtage und Erinnerungen je Einsatz
Unterbrechungen und Notizen bleiben dokumentiert

Aufenthaltstitel und Nachweise mit eigenem Ablaufdatum
Jeder Nachweis ist ein eigener Datensatz mit Ablaufdatum und Kopie: Aufenthaltstitel samt Nebenbestimmungen, Staplerschein und Fahrauftrag, Vorsorgebescheinigung, Belehrung nach § 43 IfSG, Führungszeugnis, Kundenschulung. Der Mitarbeiter wird per SMS oder WhatsApp erinnert, die Disposition per E-Mail, Slack oder Teams - 90, 60, 30 und 7 Tage vorher.
Mitarbeiter und Disposition gemeinsam erinnert
Eskalation an die Niederlassungsleitung
Gültig, bald fällig und abgelaufen auf einen Blick
Mitarbeiter laden Nachweise vom Handy hoch
Schicken Sie dem Mitarbeiter einen Link. Er lädt den neuen Aufenthaltstitel, die Belehrungsbescheinigung oder den Staplerschein hoch, füllt die abgefragten Felder aus und unterschreibt Erklärungen elektronisch, ohne Konto. ExpiryEdge fasst automatisch nach. Ist ein Foto unlesbar, weisen Sie genau dieses Dokument zurück; derselbe Link fordert es neu an.
Upload-Link ohne Anmeldung je Mitarbeiter
Automatisches Nachfassen bis zur Vollständigkeit
Einzelnes Feld zurückweisen und neu anfordern

Nachweise je Kunde, sobald sie gefragt sind
Ordnen Sie Leiharbeitnehmer ihren Entleihern und Standorten zu. Fragt ein Kunde oder die Prüfung der Bundesagentur nach, exportieren Sie Einsatzdaten, Fristen, Status und hinterlegte Dokumente als CSV, PDF oder XLSX. Jede Erinnerung und jeder Upload ist mit Zeitstempel versehen - so lässt sich auch der Stand zu einem früheren Datum belegen.
Leiharbeitnehmer nach Entleiher und Standort
Export mit Fristen, Status und Dokumenten
Zeitgestempelte Historie für Prüfungen

Erinnerungen, die Mitarbeiter im Einsatz erreichen
Leiharbeitnehmer lesen selten E-Mails. Schicken Sie ihre Erinnerungen per SMS oder WhatsApp, die der Disposition per E-Mail, Slack oder Microsoft Teams. Für Aufenthaltstitel mit langer Bearbeitungszeit beginnen Sie früher.
ExpiryEdge neben der Zeitarbeitssoftware oder statt Excel
| ExpiryEdge | Excel-Liste | Nur Zeitarbeits-/Lohnsoftware | |
|---|---|---|---|
| Ablaufdaten für jeden Mitarbeiternachweis | Manuell | Je nach System | |
| Erinnerung an Mitarbeiter per SMS oder WhatsApp | Je nach System | ||
| Mitarbeiter laden Nachweise ohne Konto hoch | Selten | ||
| Einzelnes Dokument zurückweisen und neu anfordern | |||
| Auch AÜ-Erlaubnis, Versicherungen, Kundenverträge | Manuell | ||
| Export je Entleiher | Manuell | Je nach System | |
| Zeitgestempelter Prüfpfad | Je nach System | ||
| Entgeltabrechnung und Equal-Pay-Berechnung |
Die Höchstdauer gilt je Leiharbeitnehmer und Entleiher (§ 1 Abs. 1b AÜG). Frühere Einsätze beim selben Entleiher zählen voll mit - auch über andere Verleiher -, wenn zwischen den Einsätzen nicht mehr als drei Monate liegen; bei einer längeren Pause beginnt die Zählung neu. Laut den Fachlichen Weisungen der BA darf ein Einsatz, der am 3. April 2026 beginnt, bis zum Ablauf des 2. Oktober 2027 dauern. Ein Tarifvertrag der Einsatzbranche kann eine abweichende Höchstdauer festlegen. ExpiryEdge hält den von Ihnen ermittelten Endtermin fest und erinnert mit Vorlauf.
Grundsätzlich gilt der Gleichstellungsgrundsatz ab dem ersten Tag. Ein Tarifvertrag darf beim Entgelt nur in den ersten neun Monaten eines Einsatzes beim selben Entleiher abweichen (§ 8 Abs. 4 AÜG). Länger geht es nur mit Branchenzuschlagstarifverträgen, die nach höchstens sechs Wochen Einarbeitung stufenweise anheben und spätestens nach 15 Monaten ein gleichwertiges Entgelt erreichen. Wie bei der Höchstdauer zählen Vor-Einsätze bei Unterbrechungen bis drei Monate mit. Die Entgelthöhe berechnet Ihre Lohnsoftware; ExpiryEdge erinnert an die Stichtage.
Die erste Erlaubnis ist auf ein Jahr befristet. Der Verlängerungsantrag muss spätestens drei Monate vor Ablauf des Jahres gestellt werden; lehnt die Behörde nicht vor Ablauf ab, verlängert sich die Erlaubnis um ein weiteres Jahr (§ 2 Abs. 4 AÜG). Nach drei aufeinanderfolgenden Jahren kann eine unbefristete Erlaubnis erteilt werden - ein Ermessen, kein Automatismus. Legen Sie die Erlaubnis in ExpiryEdge mit einer ersten Erinnerung deutlich vor der Drei-Monats-Frist an.
Wer Ausländer beschäftigt, muss prüfen, ob die Beschäftigung erlaubt ist, und für die Dauer der Beschäftigung eine Kopie des Titels aufbewahren; endet eine Beschäftigung, für die der Titel erteilt wurde, vorzeitig, ist dies der Ausländerbehörde binnen vier Wochen mitzuteilen (§ 4a Abs. 5 AufenthG). Lässt ein Entleiher einen Leiharbeitnehmer ohne erforderlichen Titel arbeiten, drohen bis zu 500.000 € Bußgeld. In ExpiryEdge liegt die Kopie am Datensatz, und Mitarbeiter wie Disposition werden 90, 60, 30 und 7 Tage vor Ablauf erinnert.
Der Entleiher muss den Leiharbeitnehmer vor Beginn der Tätigkeit und bei Wechsel des Arbeitsbereichs unterweisen (§ 11 Abs. 6 AÜG); die Unterweisung ist mindestens jährlich zu wiederholen. Die Pflichten aus der ArbMedVV treffen Verleiher und Entleiher; eine schriftliche Arbeitsschutzvereinbarung schafft Klarheit. Legen Sie Unterweisung und Vorsorge in ExpiryEdge als eigene Nachweise an und lassen Sie den Entleiher die Bestätigung per Link hochladen.
Nein. Abrechnung, Zeiterfassung und die Berechnung von Equal Pay oder Branchenzuschlägen bleiben in Ihrer Zeitarbeits- und Lohnsoftware. ExpiryEdge überwacht die Fristen, Nachweise und Belege rund um jeden Einsatz und Mitarbeiter, erinnert die zuständigen Personen und dokumentiert jeden Schritt. Statusänderungen lassen sich per API oder Webhook an andere Systeme übergeben.
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