Projekt-Compliance

CDM Regulations

Die Construction (Design and Management) Regulations 2015 – der zentrale britische Rechtsrahmen für Gesundheit, Sicherheit und Arbeitsschutz auf Bauprojekten.


Kurzübersicht
Vollständiger Name
Construction (Design and Management) Regulations 2015
Wichtigste Pflichtenträger
Bauherr, Principal Designer, Principal Contractor, Planer, Bauunternehmer
Meldepflichtige Projekte
Projekte über 30 Arbeitstage mit mehr als 20 gleichzeitig Beschäftigten oder über 500 Personentagen
Meldung
HSE-F10-Meldung vor Beginn meldepflichtiger Projekte erforderlich
Erforderliche Dokumente
Bauphasenplan, Gesundheits- und Sicherheitsakte, Vorab-Baustelleninformation
Aufsichtsbehörde
Health and Safety Executive (HSE)
Was ist CDM Regulations?

Die Construction (Design and Management) Regulations 2015 (CDM 2015) sind das zentrale Regelwerk für Gesundheits- und Arbeitsschutz auf britischen Bauprojekten. Sie gelten für nahezu alle Bauarbeiten – von der Badsanierung durch eine einzelne Fachkraft bis zum mehrphasigen Gewerbeprojekt mit Dutzenden Auftragnehmern.

CDM 2015 legt ein System von Pflichtenträgern fest – Bauherr, Principal Designer, Principal Contractor, Planer und Bauunternehmer –, die jeweils eigene Verantwortlichkeiten für Planung, Steuerung und Koordination des Arbeitsschutzes über das gesamte Projekt tragen.

Bei meldepflichtigen Projekten (länger als 30 Arbeitstage mit mehr als 20 gleichzeitig Beschäftigten oder über 500 Personentagen) muss der Bauherr die HSE vor Baubeginn informieren (über das Online-Portal F10). Eine Gesundheits- und Sicherheitsakte muss vom Principal Designer erstellt und dem Bauherrn bei Projektabschluss übergeben werden.

Was passiert, wenn es versäumt wird?

Ein Verstoß gegen CDM 2015 ist eine Straftat. Die HSE kann Verbesserungsanordnungen und Betriebsuntersagungen erlassen und Pflichtenträger – Bauherren, Principal Designer oder Principal Contractor – strafrechtlich verfolgen. Bei meldepflichtigen Projekten ist bereits das Versäumen der F10-Meldung eine eigenständige Straftat. Die HSE kontrolliert Baustellen und prüft dabei gezielt die CDM-Compliance. Kommt es zu einem Unfall oder Todesfall, verschärfen CDM-Verstöße die rechtlichen Konsequenzen für alle Pflichtenträger erheblich.

Wie Bauteams dies nachverfolgen

CDM-Compliance bedeutet, Dokumentation über den gesamten Projektverlauf zu verwalten – Vorab-Baustelleninformation, Bauphasenplan, Arbeitsanweisungen und Gefährdungsbeurteilungen sowie die Gesundheits- und Sicherheitsakte. Auf großen Baustellen haben zahlreiche Dokumente eigene Überprüfungstermine und Versionshistorien. Compliance-Teams nutzen eine Kombination aus Projektmanagement-Software und Dokumentenverwaltung, damit kein erforderliches Dokument fehlt, veraltet oder ungeprüft bleibt.

Schluss mit der manuellen Verfolgung von CDM Regulations-Zertifikaten

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Häufig gestellte Fragen

Ja. CDM 2015 gilt für nahezu alle Bauarbeiten, auch für kleine private Bauvorhaben. Bei kleineren, nicht meldepflichtigen Projekten sind die Pflichten jedoch einfacher und weniger umfangreich. Bei privaten Bauherren gehen viele CDM-Pflichten auf den Principal Contractor über – oder, wenn nur ein Bauunternehmer beteiligt ist, auf diesen.

Der Principal Designer koordiniert den Arbeitsschutz in der Vorplanungs- (Design-)Phase. Er wird vom Bauherrn bestellt, sobald mehr als ein Planer beteiligt ist. Der Principal Contractor steuert den Arbeitsschutz während der Bauphase. Er wird bestellt, sobald mehr als ein Bauunternehmer beteiligt ist. Beide Rollen sind bei meldepflichtigen Projekten vorgeschrieben und bei allen Projekten mit mehreren Beteiligten empfohlen.

Zu den zentralen Pflichtdokumenten zählen: die Vorab-Baustelleninformation (vom Bauherrn bzw. Planer an alle Bieter übergeben), der Bauphasenplan (vom Principal Contractor vor Baubeginn erstellt) und die Gesundheits- und Sicherheitsakte (vom Principal Designer zusammengestellt und dem Bauherrn bei Projektende übergeben). Bei meldepflichtigen Projekten ist zusätzlich eine F10-Meldung an die HSE erforderlich.

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